Entwicklung & Geschichte

Im Jahre 1996 entschied der Gemeinderat Kerzers, eine Jugendkommission einzusetzen und diese mit der Erarbeitung eines Konzepts und der Ausarbeitung eines Pflichtenhefts für die zu schaffende Jugendarbeitsstelle zu beauftragen.

Die Stelle zu 40 % wurde  nur kurzzeitig besetzt. Bald wurde aber das Arbeitsverhältnis aufgelöst.

Nachdem im März 2001 der neue Jugendraum beim OS-Schulhaus eröffnet wurde, schrieb man die 40% Stelle nochmals aus. Leider konnte damals keine geeignete Person gefunden werden. Daher entschloss sich die Jugendkommission, den Jugendraum am Freitagabend selbst, gemeinsam mit einigen Schülern, zu betreuen. Der Arbeitsplatz für die zukünftige Fachperson Jugendarbeit wurde an die OS verlegt.

Die 60% Stelle wurde neu als Jugend- und Schulsozialarbeit ausgeschrieben. Diese Stelle wurde besetzt durch Rahel Marti. Im Verlaufe der Arbeit spezialisierte sie sich auf Schulsozialarbeit.

Dank finanzieller Beteiligung der Partnergemeinden, konnte die Stelle für ausserschulische Jugendarbeit (60%) ab Mitte Mai 2007 neu mit Cosima Oesch besetzt werden. Zu Beginn ging es darum, die offene Jugendarbeit im Raum Kerzers aufzubauen. Mittlerweile ist dies gut gelungen. Das Konzept wurde 2018 komplett überarbeitet. Die offene Kinder- und Jugendarbeit Regio Kerzers ist zu einer Fachstelle geworden, welche lokal, regional, national und sogar international vernetzt ist.

Die offene Jugendarbeit hat zum Teil umfangreiche und pionierhafte Projekte angeregt, durchgeführt und begleitet; z.B. ein mobiles Projekt mit Spielbus in allen Partnergemeinden (2008 und 2011), den Einsatz von Zivis zur Konfliktprävention im öffentlichen Raum (2009), der Aufbau des Skatepark Kerzers (2009), ein offenes Spielangebot für Kinder (2012) und eine Wochenplatz- und Ferienjobbörse (2014). Ein weiterer Meilenstein ist die Erweiterung der Zielgruppe auf Kinder. Dies markiert den Beginn des heute sehr etablierten Angebots der Kinderwerkstatt für 6-12 Jährige (seit 2017). Weitere Meilensteine sind der Fokus auf eine breit angelegte Bedürfnisabklärung und Förderung der politischen Jugendpartizipation mit dem engage-Projekt (2019). Aus dem engage-Projekt ergaben sich erfolgreiche Folgeprojekte, wie z.B. die Erweiterung des Skateparks Kerzers (2020), wo die Jugendlichen in Kooperation mit Jugendarbeit und Gemeindebehörde einen schönen Erfolg feiern durfte.

Seit den Anfängen der Jugendarbeit kamen weitere Partnergemeinden zum interkantonalen Verbund (FR und BE) der heutigen Kinder- und Jugendarbeit Regio Kerzers.

Ab 2010 konnten die Stellenprozente von 60% auf 100 % – und ab 2017 auf 120 % erhöht werden.

Ab 2012 bot die Jugendarbeit Regio Kerzers jeweils eine jährliche Praktikumsstelle an.

Seit 2020 wurde diese in einen Ausbildungsplatz 50% für Gemeindeanimation HF umgewandelt.

Cosima Oesch arbeitet seit 2007, Michel Meerstetter seit 2014 und Reto Künzi seit 2020 in der offenen Jugendarbeit Regio Kerzers.